10.12.2019

Hin zu Industrie 4.0: SKF baut Logistik um

Vollautomatisierte Schmalgangstapler und die Umstellung des Kommissionierprinzips – das Maschinenbauunternehmen SKF will seine Logistik am Standort Schweinfurt zukunftssicher aufstellen.

Mit einer Investitionssumme von knapp sieben Millionen Euro hat das Maschinenbauunternehmen SKF seine Logistikstrukturen in Schweinfurt modernisiert und auf „Ware zur Person“-Kommissionierung umgestellt. Der Konzern betreibt dort das an der Zahl der Auftragspositionen gemessen größte Fabriklager im EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Naher Osten und Afrika)

„Der technologische Wandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette und selbstverständlich auch in der Logistik ist ein notwendiger Schritt, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern“, sagte Kent Viitanen in seinem Grußwort zur offiziellen Inbetriebnahme. Der Aufsichtsratsvorsitzende der SKF GmbH und President Bearing Operations im Konzernmanagement machte in seinen Ausführungen den hohen Stellenwert deutlich, den die SKF Gruppe der Logistik zuweist.

Die gesamte Anlage ist speziell auf das Schweinfurter Warenspektrum und die besonderen Erfordernisse zugeschnitten. Im Zentrum kommen digital gesteuerte, fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz, die über eine automatisierte und dynamische Fördertechnik die Artikel aus der Regalzone direkt zum Kommissionierplatz bringen.

Die schnelle und zuverlässige Warenlieferung sei heute ein nicht zu unterschätzendes Argument bei der Kaufentscheidung der Kunden. Sie erwarten heute oftmals eine Belieferung quasi über Nacht. „Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung der Prozesse sind dafür die Voraussetzung“, so Mattias Axelsson, Area Manager SKF Logistics & Demand Chain EMEA.

„Weltklasse nicht nur in der Fertigung, sondern auch in der Logistik“, urteilte deshalb Martin Johannsmann, SKF Deutschlandchef und Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF GmbH. Er sieht die Investition als Teil eines Gesamtpakets hin zur Technologie der Industrie 4.0.

Im Schweinfurter Logistikbereich arbeiten rund 175 Menschen, davon etwa 120 im operativen Bereich. Sie bewegen täglich ca. 350 Tonnen Ware und bearbeiten 2.400 Aufträge. Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb unter hoher Auslastung

Rahmendaten

  • 16 vollautomatisierte und Schmalgangstapler holen die Ware in Sequenz aus den Hochregalen
  • 13 Wagen auf einer Elektrobodenbahn dienen als Bindeglied zwischen Lager- und Kommissionierbereich
  • Materialfluss und Sequenzierungslogik werden in Echtzeit visualisiert.
  • Zirka 18.700 Stellplätze in 18 Gassen
  • Mehr als 2.000 Kommissionierpositionen/Tag
  • Vier Packplätze für Paletten, zwei für Kartonagen, zwei Kombinationspackplätze für Kartonagen und Paletten

Von Tobias Schweikl

veröffentlich vonLOGISTRA

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